feldneun

Truly avantgardistic yet truly beautiful.

DER SPIEGEL

The musicians play with all sounds – the desirable and beautiful ones just as well as the tolerated, unwanted and piercing ones. They take apart the traditional roles within the structure of their music while leaving no element unexamined. This way they obtain space and freedom in order to devote themselves to the real sex-appeal of a beautiful melody line. That is what they love doing whenever it serves the expressiveness of their music.
(DIE ZEIT)

 

feldneun has cultivated sound reduction to the max. Instrumental whispering being used as an act of creative intimacy as well as to take a clearly opposed stand against the empty loquacity in our day and age of media.
(JazzZeitung)

 

Reduced to their essentials the created sounds are an unexpected surprise with an atmospheric density and great meditative energy.
(Szene Hamburg)

 

It is all about atmosphere, conveying moods, melancholy, passion and ambivalence, too. And about the precise dealing with personal visions and sounds. Beautiful!
(WELT AM SONNTAG)

 

… sounds like wide open space…
(JazzThing)

 

Sparsame Töne, vorsichtig tastendes Tempo und Klänge ungeklärter Herkunft. Doch anders als die Mehrheit der Improv-Kollegen, haben Feldneun keine Schwierigkeiten mit gelegentlichen Melodien und Harmonien. Dadurch bekommen die Improvisationen trotz aller Sprödigkeit einen lyrischen Charakter – ohne jede Ohrwurmgefahr. Eine nicht immer leichte Gratwanderung, die das Quintett überzeugend bewältigt.
(de-bug)

 

Die Musik ist von einer amorphen Stille und Entschleunigung durchdrungen, die für die Imagination des Rezipienten alle Tore offen lässt.
Uwe Haas und Feldneun haben einen hochsinnlichen Soundavangardismus kreiert, den es nicht zu verpassen gilt
(Jazzpodium)

 

Die Sounds sind ungewohnt, bisweilen auch schmerzhaft, sie dringen tief unter die Haut und hinterlassen Abdrücke.
(Jazzthing)

UWE HAAS – “Outside”

 

With three acclaimed albums under the Field moniker and an award for a TV documentary soundtrack under his belt, highly skilled German electronic musician Uwe Haas presents his new solo CD. After spending about half of the past 1-2 years in Japan, Haas was reportedly inspired by the environment of Tokyo for these new pieces, but rather then portraying a specific geographical place, the army of fascinatingly subtle sounds scattered across the album tell their own dramatic story. The tracks usually begin rather simple, even impactless, but from these minimal basic settings emerge melodies and rhythms interwoven with countless innovative details that lend the music an astonishingly dense atmosphere and stringency, as they slowly dig their way up to the surface. A rare example of a CD where the hackneyed phrase, “new discoveries with each listen”, really applies.
(REAL TOKYO MAGAZINE)


„Haas has created an evocative new composition titled Outside, where each sound bears the essence and flavour of Japan; his ‘outside’ relates to our ‘inside’“
(AIDING)

Stummfilmmusik

Komposition der Musik und Live-Begleitung diverser Stummfilme u.a. im Auftrag des Nationalen Filmarchivs Prag, der Hamburger Kinemathek Metropolis und des Hamburger Architektursommers.


Auswahl :
„Menilmontant“, F 1925, Dimitri Kirsanoff
„The Mystery of the Leaping Fish“, USA 1916, Douglas Fairbanks
„Varhanik USV.Vita, CSR 1929, Martin Fric
“Weltstadt in Flegeljahren. Ein Bericht über Chicago” von Heinrich Hauser, D 1931

Im Zeitalter der digitalen Bild- und Musikmedien mag es anachronistisch anmuten, Stummfilme musikalisch begleiten zu wollen. Dass dem nicht so ist, davon konnte sich das Publikum im letzten Jahr bei verschiedenen Veranstaltungen des Projektes von Uwe Haas “FIELD” überzeugen. Die beiden Filme “Ménilmontant” und “The Mystery Of The Leaping Fish” wurden im Verlauf der letzten Monate u.a. in Köln, Hamburg und Berlin mit großem Erfolg aufgeführt. In der letzten Juniwoche wird auf Einladung des Tschechischen Filmarchivs ein Gastspiel in Tschechien erfolgen, für das “FIELD” das Repertoire um den tschechischen Stummfilm “Der Orgelspieler von St.Veit” erweitert hat. Im Rahmen verschiedener Auftragsproduktionen wurden im letzten Jahr die Filme “Weltstadt in Flegeljahren. Ein Bericht über Chicago” (Heinrich Hauser, Berlin 1931) und “Batalion” (Premysl Prazsky, Prag 1927) ebenfalls mit sehr guter Resonanz aufgeführt. Das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Perspektiven, Thematiken, Atmosphären, Konflikte und Emotionen der Stummfilmzeit werden von “FIELD” bewußt mit der musikalischen Sprache der Gegenwart (Trip-Hop,Ambient, Drum´n Bass,Jazz) interpretiert.

(Die Tageszeitung)

 

“Ménilmontant”, ein Film des französischen Exil-Litauers Dimitri Kirsanow aus dem Jahr 1925, durch die Live-Musikbegleitung durch das Hamburger Trio “Field” an die Gegenwart angeschlossen . Mit einem hohen Maß an Einfühlungsvermögen erzeugt “Field” Klänge, die Kirsanows atmosphärisch aufgeladenen Bildfolgen, seine dynamischen Bildschnitte und die mysteriösen Erzählreste unterstützen, eine Spannung zu ihnen aufbauen ohne sich zu ihnen in Konkurrenz zu setzen.

Das Problem ist so alt wie das Kino, genau 105 Jahre. Sobald die Gebrüder Lumière ihren ersten Kinematographen entwickelt hatten, stehen die Bilder und ihre Bewegung in einem Verhältnis zum Klang, zu Musik und Geräuschen, die die Wahrnehmung der Bilder verändern. Schon bald wurde die Gestaltung des akustischen Umfelds der Filmvorführung zum festen Bestandteil der Filmproduktion. Die Anfertigung einer dramaturgisch angemessenen Filmmusik, die die Bilder verstärkt, ohne sie zu überlagern, die sie kommentiert, ohne sie in Frage zu stellen, wurde zu einer Affäre großer Wichtigkeit und in die Hände von Spezialisten übergeben. Gleiches gilt auch für ihre Umsetzung in den einzelnen Filmtheatern: In den großen Erstaufführungskinos beschäftigte man ganze Orchester, die die Filmmusiken in einen verfrühten Sensorround-Klang übersetzten, in den kleineren Häusern spielten Kino-Pianisten die Klavierauszüge oder griffen auf Cue-Sheets, handelsübliche Kompositionsfragmente in den verschiedensten Stimmungen, zurück und montierten sie zu einer eigenen Filmbegleitung. Der Film wurde erst stumm, als der Tonfilm erfunden wurde.

“Field” jedenfalls, ein musikalisch polyglottes Trio um den Komponisten und Trompeter Uwe, das seine Musik selbst zwischen Trip Hop, Drum ‘n’ Bass und Ambient verortet, gibt mit seiner Musik zu “Ménilmontant” und der Slapstick-Komödie “The Mystery Of The Leaping Fish” am Abend des 16. Februar im ausverkauften Hamburger “Metropolis” eine eindrucksvolle Vorgabe. Die Musiker haben die Filme eingehend studiert, haben zu den verschiedenen Atmosphären und Stimmungen der filmischen Dramaturgie nach dem Prinzip der Cue-Sheets komplexe musikalische Ideen entwickelt, Samples, Klänge, Texturen, die sie vom Sampler abrufen können, um sie schließlich live improvisierend auszubauen.

Und darin liegt wieder einmal die Kunst: in den Querverweisen, den leitmotivischen Anklängen, die Verbindungen klarstellen, in der sanften Unterstützung für Spannungsmomente und den sauber getimten Stimmungswechseln im Sinne der Filmdramaturgie. Dabei treffen die leicht verwaschenen Samples, die oftmals einen Hauch von Rätsel in sich tragen, die sparsam gesetzten, verhangenen, elektronisch verfremdeten Töne von der Trompete, das wohlige Knurren des Kontrabasses und die spartanischen Rhythmen des Schlagzeugs, deren Triebkraft so manches Mal nur mühsam gebändigt scheint, sehr präzise die Stimmungslagen von Kirsanovs elegischer Schwestertragödie. Trieb und Sex, Großstadt und Einsamkeit, Trug und Hoffnung, die Themen, die den Avantgarde-Klassiker beschäftigen, gewinnen durch die musikalische Sprache von “Field” an Präsenz und Stoßkraft.

Schwieriger und einfacher zugleich gestaltet “Field” das Verhältnis zu der in den drogenverliebten 70er Jahren zu zweiter Kultblüte gelangten Keystone-Komödie “The Mystery Of The Leaping Fish” aus dem Jahr 1916, in der Douglas Fairbanks als der polytoxikomane Super-Agent Coke Enniday, filmhistorische Nachzügler wie James Bond und Consorten in Grund und Boden spielt. Wie die Slapstick-Komödie vor allem vom Tempo und von den präzise getimten Handlungsverkettungen, die den anarchistischen Witz zur Geltung bringen, lebt, verzichtet auch die musikalische Illustration auf eine vielfältig verwobene Struktur: Groove ist angesagt, ein leicht überzogenes Tempo, und ein lässiger Grundton auf dieser Basis – viel mehr ist nicht nötig, um die Bedeutungsschichten dieses überdrehten Films zum Schillern zu bringen.

Und genau in der Differenziertheit der Methoden, in der geistigen Offenheit, für jeden Film eine eigene, deutlich unterschiedene musikalische Haltung zu entwickeln, liegt der Schlüssel für das Gelingen dieses Abends. Es scheint als haben sich Film und Musik, doch nach wie vor eine Menge zu sagen. Vielleicht gerade, wenn es sich dabei um historische Filme und hochaktuelle Musik handelt.

(Stefan Hentz, Die Welt, 02.2000)

field – “Cocoon”

S.T.A.R.

 

…Hip Hop, Soul und Folk verbinden sich bei “S.T.A.R.” zu einem kühlen Sound, dem die voluminöse Stimme der Irin Jane O’Brien ihre ganze eigene Wärme hinzufügt …
(Der Spiegel)